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1998: 45 Einsätze für das Notfall-Krisen-Team
Erste Vorsitzende Metzinger einstimmig wiedergewählt

Die Helfer des Notfall-Krisen-Teams waren seit Aufnahme des Bereitschaftsdienstes im Januar 1997 45 Mal im Einsatz. Wie Doris Metzinger, die Vorsitzende der Bühler Hilfsorganisation, berichtete, wurden dabei 106 Patienten psychologisch betreut. Besonders häufig wurden die Krisenhelfer alarmiert, um den Angehörigen von plötzlich Verstorbenen zu beizustehen oder um gemeinsam mit der Polizei die Nachricht vom Tod eines Familienmitglieds zu überbringen. Auch nach Verkehrsunfällen oder Selbstmordversuchen rückte das Krisen-Team oft aus. Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen Helfer des medizinisch-psychologischen Notdienstes 130 Einsatzstunden, wobei sie 15 Mal nach Rastatt gerufen wurden, neun Einsätze gab es in Baden-Baden, sechs in Achern und acht in Bühl. In der Zwischenzeit werde das NKT immer häufiger von der Bühler Rettungsleitstelle angefordert, sagte Metzinger, im Durchschnitt einmal alle eineinhalb Wochen.

Der Verein habe inzwischen mit 58 Mitgliedern eine vernünftige Basis, wobei vor allem der große Anteil von 20 Aktiven die Besetzung des Dienstplans erleichtere. In den Anfangszeiten sei sehr es manchmal schon schwieriger gewesen, den 24-Stunden-Bereitschaftsdienst ohne Unterbrechung aufrecht zu erhalten. Im kommenden Herbst solle der vierte Ausbildungs-lehrgang zum Krisenhelfer beginnen. Man wolle aber auch verstärkt um passive Mitglieder werben. "Das NKT wird von Betroffenen, aber auch von der Polizei und vom Rettungsdienst gut angenommen", sagte Metzinger, "und das Gefühl, daß unsere Hilfe ankommt, ist das schönste Dankeschön". Als Beispiel nannte sie ein neunjähriges Mädchen, mit dem sie gesprochen hatte, nachdem es zufällig Augenzeuge eines Banküberfalls geworden war. "Der Einsatz hat sich gelohnt, die Kleine hat heute keine Angst mehr".

Auch die finanzielle Situation des Notfall-Krisen-Teams ist stabil. Das vereinseigene Einsatzfahrzeug wurde verkauft, da es sich - auf Grund der verschiedenen Wohnorte - als praktischer erwiesen hat, daß die Helfer mit ihren Privatwagen zum Einsatz fahren. Diese werden dann bei einem Alarm mit Magnetschildern versehen. Die laufenden Kosten konnten durch die Abschaffung einiger Handy-Telefone weiter reduziert werden. Die Helfer werden nun über grundgebührfreie Scall-Piepser alarmiert, die dem NKT zum Großteil von der Telekom gespendet wurden. Kassenführer Bernd Adam gab einen sehr positiven Blick über die Lage des Vereins; er und der Vorstand wurden einstimmig entlastet. Die NKT-Mitglieder beschlossen außerdem eine Änderung der Vereinssatzung, die vor allem die Erweiterung des Vorstandes beinhaltet. Doris Metzinger wurde einstimmig und unter großem Beifall für die nächsten drei Jahre als erste Vorsitzende wiedergewählt. Neu in den Vorstand aufgenommen wurden Belinda Metzinger als Schriftführerin und Stefan Troendle als Pressesprecher. In den Beirat wurden gewählt: Diplom-Psychologe Christian Mölbert, Pfarrer Berthold Frietsch (kath.), Pfarrer Günter Bielfeldt (ev.), Rechtsanwalt Gert Lingl und Elke Karcher-Rüprich. Auch hier waren alle Abstimmungsergebnisse einstimmig.

© Notfall-Krisen-Team 2006